27. Februar 2026
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Ein Abend für die Freiheit: Yirgalem Fisseha Mebrathu und Tanja Kinkel im Gespräch

„Freiheit, Demokratie, Menschenrechte“ – viele von uns denken bei diesen Begriffen womöglich eher an Grundwissensbegriffe aus dem Geschichtsunterricht als an ihr derzeitiges Leben. Und sie haben ja auch nicht unrecht, denn wir leben diese Werte in unserer Münchener Bubble ja glücklicherweise recht selbstverständlich. Wie dramatisch anders man sich das Leben vorstellen muss, wenn ein Wert wie „Freiheit“ fehlt, zeigte der Abend mit der eritreischen Journalistin und Autorin Yirgalem Fisseha Mebrathu. Gemeinsam mit der Autorin Tanja Kinkel wurde von Ruth Geiersberger aus dem gemeinsamen Briefwechsel der Frauen vorgelesen. Und schnell wurde allen Anwesenden deutlich, wie unglaublich tief und grausam die Diktatur Eritreas in das Leben ihrer Bürger eingreift – im Fall von Yirgalem Fisseha Mebrathu bedeutete dies jahrelange, von Folter geprägte Isolationshaft wegen ihres Engagements für Meinungsfreiheit. Ähnlich intensiv wie die geschilderten Eindrücke waren auch die von Mebrahtu in ihrer Muttersprache Tigrinia vorgetragenen Gedichte anzuhören. Am Ende blieben bei vielen der Zuhörer*innen intensive Eindrücke, die auch zu weiteren Diskussionen im Anschluss führten. Apropos zuhören: Besonders erfreulich war, auf welch große Resonanz die Veranstaltung stieß: Unsere von Frau Mittermeier grandios für den Abend umgestaltete Bibliothek war bis auf den letzten Platz gefüllt! Wir danken allen Gästen ihr Kommen zu diesem gelungenen Abend!  

T. Verbeck