POWO – diese Abkürzung ist am AWG längst ein stehender Begriff, den spätestens in der 10. Klasse jeder kennt. In der „Politischen Woche“ legen wir den Schwerpunkt auf die grundlegenden Werte unserer Demokratie wie Gleichheit und Toleranz. Wir zeigen aus vielfältigen Perspektiven, wie relevant diese Werte im Alltag sind.
Aber der Reihe nach: Eine POWO ohne echte Politik ist natürlich undenkbar. So stellte sich bereits zum zweiten Mal der Münchner Bundestagsabgeordnete Ates Gürpinar (Die Linke) den Fragen eines aufgeweckten und kritischen Trios aus dem Wahlkurs Politik. Nach diesem Einblick ging es thematisch über den Atlantik in die USA: Am Beispiel der Geschichte des Hip-Hops wurde in einem Vortrag des Künstlerkollektivs „5 elements“ deutlich, wie der Kampf um Gleichberechtigung in der Kunst seinen Niederschlag fand – und unsere deutsche Musiklandschaft bis heute prägt.
Die nächsten beiden Tage standen unter dem Motto des außerschulischen Lernens. Exkursionen zur Dokumentation Obersalzberg oder zu verschiedenen sozialen Einrichtungen in München sorgten für eindrückliche und realitätsnahe Erfahrungen. Unter anderem im Frauenhaus oder in einer Obdachlosenunterkunft bekamen die Schülerinnen und Schüler direkte und ungeschminkte Einblicke in Lebenswelten außerhalb der eigenen Komfortzone.
Um diese Eindrücke zu verarbeiten, zu teilen und der eigenen (politischen) Meinung Ausdruck zu verleihen, fanden am letzten Tag der POWO Hip-Hop-Workshops in den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek im Motorama statt. Bei Graffiti, Rap oder DJing konnten die Jugendlichen kreativ werden. Die Ergebnisse zeigten ganz klar: Hier spricht eine Generation, die etwas zu sagen hat und unsere demokratischen Werte auf ihre Weise zu schätzen weiß.
Unser besonderer Dank gilt dem Elternbeirat des AWG und der Abteilung Politische Bildung des PI-ZKB – ohne deren großzügige finanzielle Unterstützung wäre dieses vielfältige Programm nicht möglich gewesen!
T. Verbeck


